16. Juni 2026
Unser Körper benötigt täglich viele verschiedene Nährstoffe, um leistungsfähig, gesund und im Gleichgewicht zu bleiben. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Makronährstoffen und Mikronährstoffen. Der Unterschied liegt vor allem in der Menge, die der Körper davon braucht.
Was sind Makronährstoffe?
Makronährstoffe sind Nährstoffe, die wir in größeren Mengen benötigen – meist im mehrstelligen Grammbereich pro Tag. Sie liefern dem Körper Energie und dienen gleichzeitig als wichtige Baustoffe.
Zu den wichtigsten Makronährstoffen zählen:
Kohlenhydrate
Sie sind eine schnelle Energiequelle, besonders für Gehirn, Muskeln und körperliche Aktivität.
Fette
Sie liefern konzentrierte Energie, sind Bestandteil unserer Zellmembranen und wichtig für die Aufnahme fettlöslicher Vitamine.
Eiweiß / Proteine
Sie bestehen aus Aminosäuren und werden unter anderem für Muskeln, Haut, Enzyme, Hormone und das Immunsystem benötigt.
Makronährstoffe sind also die „großen“ Nährstoffe, die unser Körper täglich in relevanten Mengen braucht.
Was sind Mikronährstoffe?
Mikronährstoffe benötigen wir im Vergleich dazu nur in sehr kleinen Mengen – meist im Milligramm- oder Mikrogrammbereich. Obwohl die Menge klein ist, ist ihre Bedeutung enorm.
Zu den Mikronährstoffen gehören:
Vitamine
Zum Beispiel Vitamin C, Vitamin D, B-Vitamine oder Vitamin K.
Mineralstoffe
Zum Beispiel Magnesium, Calcium, Kalium oder Natrium.
Spurenelemente
Zum Beispiel Zink, Selen, Eisen, Jod oder Kupfer.
Mikronährstoffe liefern selbst keine Energie, sind aber an vielen wichtigen Prozessen beteiligt. Sie unterstützen unter anderem den Energiestoffwechsel, das Immunsystem, die Nervenfunktion, die Muskelfunktion und den Schutz der Zellen.
Was bedeutet essentiell?
Ein Nährstoff wird als essentiell bezeichnet, wenn der Körper ihn nicht selbst herstellen kann. Das bedeutet: Er muss regelmäßig von außen zugeführt werden – über die Ernährung oder bei Bedarf ergänzend.
Beispiele sind bestimmte Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, essentielle Aminosäuren und essentielle Fettsäuren.
Was bedeutet semi-essentiell?
Semi-essentiell bedeutet, dass der Körper einen Stoff grundsätzlich selbst bilden kann, die Eigenproduktion aber in bestimmten Situationen nicht ausreicht. Dann kann es notwendig sein, mehr davon von außen aufzunehmen.
Das kann zum Beispiel in Wachstumsphasen, bei hoher körperlicher Belastung, Stress, Krankheit, Regeneration oder besonderen Lebenssituationen eine Rolle spielen.
Was bedeutet nicht-essentiell?
Nicht-essentiell bedeutet, dass der Körper einen Stoff selbst herstellen kann. Das heißt aber nicht, dass dieser Stoff unwichtig ist. Auch nicht-essentielle Stoffe erfüllen wichtige Aufgaben im Körper – sie müssen nur nicht zwingend täglich über die Nahrung aufgenommen werden, weil der Körper sie selbst bilden kann.
Fazit
Makronährstoffe brauchen wir in größeren Mengen, weil sie Energie liefern und als Baustoffe dienen. Mikronährstoffe benötigen wir nur in kleinen Mengen, sie sind aber entscheidend für zahlreiche Körperfunktionen. Ob ein Nährstoff essentiell, semi-essentiell oder nicht-essentiell ist, zeigt uns, ob und in welchen Situationen er von außen zugeführt werden muss.
Eine ausgewogene Ernährung bildet dabei die wichtigste Grundlage für eine gute Versorgung mit Makro- und Mikronährstoffen.